Direkte Rede, indirekte Rede oder innerer Monolog

Beim Erzählen Ihrer Biografie können Sie alles selbst berichten. Sie können aber auch anderen Personen Worte und Gedanken übertragen. Dabei haben Sie verschiedene Möglichkeiten auszudrücken, was Ihre Figuren sagen oder denken.

Man unterscheidet fünf Möglichkeiten der sogenannten Figurenrede:

Direkte Rede: Sie geben wörtlich wieder, was eine Person sagt oder denkt. Die indirekte Rede ist Teil des Berichts des Erzählers. Die erzählte Zeit und die Zeit der Rede sind identisch. (Beispiel: Er sagte: „Ich muss dringend noch die Vokabeln pauken. Ich darf morgen den Test nicht vergeigen.“)

Indirekte Rede: Sie geben wieder, was eine Person sagt oder denkt. Dabei können Sie auch die Zeit verkürzt wiedergeben. Sie können werten und Schwerpunkte setzen. Mit dem Konjunktiv lässt sich Distanz zum Gesagten bzw. Gedachten herstellen. (Beispiel: Er sagte, dass er dringend noch die Vokabeln pauken müsse. Er dürfe den Test morgen nicht vergeigen.)

Rede‑ oder Gedankenbericht: Sie fassen zusammen, was eine Person denkt oder sagt. (Beispiel: Er denkt über den Test am nächsten Tag nach und nimmt sich fest vor, diesen nicht wieder zu verhauen. Dazu will er abends noch ein paar Vokabeln trainieren.)

Erlebte Rede: Sie geben nicht nur die Rede bzw. die Gedanken Ihrer Figur wieder, sondern gleichzeitig deren Gefühle und Empfindungen. (Beispiel: Voller Sorgen denkt er an den morgigen Test. Er befürchtet,  ihn wieder nicht zu bestehen. Auch wenn er keine Lust hat, so nimmt er sich doch fest vor, bis dahin noch einige Vokabeln zu lernen.)

Innerer Monolog/Gedankenstrom:  Sie erzählen die Gedanken Ihrer Figur als stummen Monolog. Die Gedanken werden so wiedergegeben, wie sie einer Person durch den Kopf strömen. Das kann – wie es ja auch tatsächlich passiert – assoziativ und bruchstückhaft, unlogisch und fern von grammatikalischen Regeln wiedergegeben werden. Es kann auch zu einer Zeitdehnung kommen. (Beispiel: Oh, morgen ist ja wieder Vokabeltest. Mist. Der muss klappen. Unbedingt noch Vokabeln trainieren. Irgendwann. Noch heute Abend.)

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