Biografie-Übung: Suche nach den eigenen Lebenserinnerungen

Schreiben kann man lernen. Versuchen Sie es einmal mit folgender Übung. Sie zeigt Ihnen, wie Sie verschüttete Erinnerungen wieder hervorrufen. Gleichzeitig üben Sie, sich anderen Menschen mitzuteilen.

  1. Nehmen Sie sich zehn Fotos aus Ihrer Jugend. Betrachten Sie diese Fotos. Welches Foto weckt bei Ihnen die meisten Erinnerungen? Erinnerungen an Gerüche, Geräusche, an Gespräche und Gedanken. Wählen Sie sich dieses Foto aus.
  2. Schreiben Sie nun stichpunktartig auf, was Ihnen alles zu diesem Foto einfällt. Schreiben Sie zu jedem der fünf Sinne etwas auf: Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und Tasten. Skizzieren Sie ebenso, was Sie damals, als das Foto entstand, gedacht und gefühlt haben. Falls Sie mit MindMaps vertraut sind, so können Sie Ihre Notizen gern auch auf diese Weise notieren und strukturieren.
  3. Erzählen Sie nun möglichst lebendig die Situation, die in dem Foto festgehalten wurde. Denken Sie an das „Kino im Kopf“, das bei Ihren potentiellen Leserinnen und Lesern entstehen soll.
  4. Lassen Sie das Geschriebene einige Tage liegen. Holen Sie es dann hervor, und lesen Sie es sich laut vor. Das laute Lesen ist deshalb notwenig, weil man dabei gewöhnlich sehr schnell merkt, ob eine Satzkonstruktion stimmt und trägt. Suchen Sie eine Gelegenheit, Ihre Geschichte jemand anderem vorzulesen. Dessen Meinung kann Ihnen wertvolle Hinweise geben, die Ihnen helfen, lebendiger und präziser zu schreiben.

      Sie können diese Übung mit weiteren Fotos wiederholen. Sie können auch auf Fotos anderer zurückgreifen. Wichtig ist nur, dass diese Fotos Assoziationen in Ihnen wachrufen. Die Übung funktioniert auch mit Gegenständen aus Ihrer Vergangenheit, mit Ausstellungsstücken in Galerien oder Museen. Im besten Falle erschaffen Sie so Stück für Stück große Teile Ihrer Biografie.

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