Biografie-Übung: Miniportraits

Beim Schreiben Ihrer eigenen Lebensgeschichte werden Sie auf Personen stoßen, die in Ihrem Leben zwar keine Hauptrolle gespielt haben, die zu beschreiben sich aber lohnt. Sie sind so markant, dass Ihre Biografie durch sie an Farbe und Lebendigkeit gewinnt. Mit der folgenden Übung schaffen Sie sich ein Repertoire an Miniportraits, aus dem Sie sich später ausgiebig bedienen können. Sie trainieren Ihre Fähigkeit, treffend und bildhaft zu beschreiben.

Ihre eigene Biografie wird sich umso spannender lesen lassen, je prägnanter Sie diese Personen charakterisieren.

  1. Stellen Sie sich eine Liste markanter Personen zusammen, die in Ihrem Leben eine Rolle spielten, wenn auch keine zu bedeutsame. Wichtigere Personen sollten Sie ausführlicher behandeln.
  2. Notieren Sie sich zu jeder Person die wichtigsten Daten.
  3. Beschreiben Sie die jeweilige Person mit einem sie eindeutig charakterisierenden Satz. Es können auch mehrere Sätze sein, wobei aber jeder für sich die Person ausreichend beschreiben sollte. Solche Miniportraits könnten sein:
    • Tante Erna, die Ihren trockenen Husten nie ganz los wurde;
    • Onkel Erwin, der mit seinen geschickten Händen alles reparieren konnte;
    • Die kleine Mathilda, die als Kind gern Grimmassen zog und die Aufmerksamkeit aller genoss.
    • Michael trug am liebsten Jeans und Schlapperpullis, Anzug und Schlips waren ihm ein Gräuel.
  4. Lesen Sie Ihre Schilderungen Menschen vor, denen Sie vertrauen und die die beschriebenen Personen kennen. Wenn diese erkennen, wen Sie beschrieben haben, funktioniert Ihre Beschreibung.
Sammeln Sie so viele Miniportraits wie nur möglich. Sie werden Ihre Beschreibungen später gut gebrauchen können. Haben Sie mehrere Kurzbeschreibungen ein und derselben Person, so können Sie diese an verschiedenen Stellen in Ihre Biografie einarbeiten.
Bei dieser Übung werden Ihnen sicher Geschichten einfallen, die gut in Ihren Lebensbericht passen. Notieren Sie sich diese Geschichten.

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